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Antiquitäten-Laden
Über 100 Jahre Ladenleben
Über 100 Jahre Ladenleben
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Von Kolonialwaren bis Antiquitäten – eine Ecke im Wandel
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1897 ließ Fritz Kroll an der Ecke Hubertusstraße / Waidmannsluster Damm dieses zweigeschossige Wohnhaus mit roter Ziegelfassade errichten – samt Stall im hinteren Grundstücksteil. Und vorne, direkt zur Kreuzung: ein Ladenlokal. Von Anfang an.
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Um 1905 führte hier Otto Gau einen Kolonialwarenladen – ein typischer Allround-Laden jener Zeit. Was genau verkauft wurde, ist nicht überliefert – vermutlich aber Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Gewürze und Seife. Wer damals durch die Tür trat, roch wahrscheinlich frisch gemahlenen Kaffee – oder den trockenen Duft von Seifenkisten.
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Kolonialwaren: mehr als nur ein Laden-Sortiment
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Der Begriff stand damals für Produkte, die über globale Handelswege nach Europa kamen. Für die Kundschaft klang das nach Exotik und Moderne. Heute erinnert der Begriff zugleich an die kolonialen Strukturen, auf denen dieser Handel beruhte – mit Abhängigkeiten, Ausbeutung und ungleichen Machtverhältnissen.
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Drogerie, Feinkost, Antiquitäten
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Ab 1911 übernahm Heinrich Michaelis das Haus – und betrieb jahrzehntelang eine Drogerie. Auch hier ist das genaue Sortiment nicht dokumentiert, aber wahrscheinlich gehörten Bohnerwachs, Haarwasser und Waschpulver zum Standardprogramm. Ganz sicher kein Eistee Peach – aber ziemlich viel, was glänzt, schäumt oder duftet.
In den 1970er-Jahren wurde es delikat: Der Feinkostladen Tiepermann versorgte die Nachbarschaft. Und ab den 1980ern bekam die Ecke Charakter – mit einem Antiquitätengeschäft. Alte Möbel, alte Uhren, alte Geschichten – alles inklusive.
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Auch nebenan wurde gearbeitet: Im Seitenflügel zum Waidmannsluster Damm ist seit etwa 1980 eine Glaserei ansässig – erst Mitbrodt, später Neumann. Wer im Kiez ein Fenster zerdeppert, landet gerne auch hier. Bis heute.
Ein Haus mit vielen Gesichtern – aber einer klaren Konstante:
Hier wird gekauft, repariert und erzählt. Seit über einem Jahrhundert.
