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Diana-Eck mit Erbrecht-Villa

Ein Platz, zwei Namen – und eine Villa mit Biergeschichte

Diana-Eck mit Erbrecht-Villa

Ein Platz, zwei Namen – und eine Villa mit Biergeschichte

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Diana-Eck mit Findling, 2025. (Foto: JYT)
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Erbrecht-Villa, 1937. (Foto: Museum Reinickendorf)

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Bäume, Bänke – und ein Findling

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Willkommen am Dianaeck, einem kleinen Platz mit Bäumen, Bänken – und einem auffälligen Findling.

2001 bekam dieser Ort den Namen „Place Antony“, zur Feier der Städtepartnerschaft mit Antony bei Paris. Die Wahl fiel nicht zufällig auf dieses Eckchen – denn schräg gegenüber residierten einst die französischen Stadtkommandanten, mitten im französischen Sektor von Berlin.

Doch dann kam’s doppelt: 2016 bekam auch der Vorplatz des Rathauses Reinickendorf den Namen „Antonyplatz“. Zwei gleichnamige Orte – im selben Bezirk. Und niemand bemerkte es. Erst 2018 fiel das Missgeschick auf. Die Plakette am Findling wurde entfernt, der Platz war plötzlich namenlos.

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Fun fact

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Der große Findling am Dianaeck wurde 1970 hierher gebracht – gefunden hatte man ihn ein paar Jahre zuvor beim Bauen am Zabel-Krüger-Damm. Er stammt vermutlich aus der letzten Eiszeit – von Gletschern aus Skandinavien ins Berliner Urstromtal geschoben. Ein echter Wanderstein mit Geschichte.

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Was blieb? Ein Stein ohne Tafel – und ein Platz ohne Namen. Ideen waren gefragt. Symbolisch brachte jemand kurzerhand ein Schild mit der Aufschrift „Platz für Ihre Notizen“ an. Google Maps hat’s übernommen.

Die endgültige Lösung kam 2022 aus dem Kiez: Die „Initiative Waidmannslust“ startete eine Bürgerabstimmung. 70 Menschen reichten 40 Vorschläge ein – und mit knappem Vorsprung gewann: Dianaeck. Der Name erinnert an die Dianastraße und den Dianaplatz – und an den alten Kieznamen „Bolzeneck“, denn hier wurde früher gern gebolzt.

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Bist du ein Freund der Jägerei?

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Einmal umdrehen – Blick zur anderen Straßenseite: Dort steht die Erbrecht-Villa, mit Turm, roter Fassade und jagdlichem Motto über der Tür: „Bist du ein Freund der Jägerei, dann Waidmannsheil, bin auch dabei.“

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Erbaut wurde sie 1890 vom Berliner Bierhändler Erich Erbrecht.

Erbrecht belieferte Kreuzberg und bald auch Waidmannslust mit Bier. Seine Spezialitäten? Münchener Augustiner-Bräu, Kulmbacher Export, Pilsener, Dortmunder und Grätzer Bier. Ein echter Bier-Connaisseur.

Auf dem Grundstück errichtete er Pferdeställe, Bierkeller, Eiskeller – alles, was ein Bierlager brauchte. Die Pferde zogen die Bierfässer in speziellen Wagen durch Berlin – eine Art rollender Getränkelieferservice des 19. Jahrhunderts.

Nach seinem Tod führte seine Frau den Betrieb weiter, später zog die Berliner Bürgerbräu AG ein – eine bekannte Marke mit langer Hauptstadttradition.

Die Fässer rollen längst nicht mehr, die Pferde sind Geschichte – aber wer mag, kann hier trotzdem gedanklich anstoßen: Auf Antony, Diana und das Dianaeck!

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Mini quiz
Warum wurde der Antony-Platz in Dianaeck umbenannt?
Weil Diana cooler klingt
Stimmt eigentlich. Aber es ist dennoch die falsche Antwort.
Weil Antony bei Paris Einspruch eingelegt hat
Nein, nein, keine Sorge.
Weil es zwei Antony-Plätze in Reinickendorf gab
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Kaum zu glauben, aber wahr: Die Doppelvergabe des Namens fiel der Verwaltung erst Jahre später auf. Danach wurde das Eckchen umbenannt – mit Bürgerbeteiligung, versteht sich.

Der nächste spannende Ort ist gleich um die Ecke

008 oben mülhens jyt 2025 Villa Mülhens
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