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Diana-Eck mit Erbrecht-Villa
Ein Platz, zwei Namen – und eine Villa mit Biergeschichte
Ein Platz, zwei Namen – und eine Villa mit Biergeschichte
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Bäume, Bänke – und ein Findling
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Willkommen am Dianaeck, einem kleinen Platz mit Bäumen, Bänken – und einem auffälligen Findling.
2001 bekam dieser Ort den Namen „Place Antony“, zur Feier der Städtepartnerschaft mit Antony bei Paris. Die Wahl fiel nicht zufällig auf dieses Eckchen – denn schräg gegenüber residierten einst die französischen Stadtkommandanten, mitten im französischen Sektor von Berlin.
Doch dann kam’s doppelt: 2016 bekam auch der Vorplatz des Rathauses Reinickendorf den Namen „Antonyplatz“. Zwei gleichnamige Orte – im selben Bezirk. Und niemand bemerkte es. Erst 2018 fiel das Missgeschick auf. Die Plakette am Findling wurde entfernt, der Platz war plötzlich namenlos.
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Was blieb? Ein Stein ohne Tafel – und ein Platz ohne Namen. Ideen waren gefragt. Symbolisch brachte jemand kurzerhand ein Schild mit der Aufschrift „Platz für Ihre Notizen“ an. Google Maps hat’s übernommen.
Die endgültige Lösung kam 2022 aus dem Kiez: Die „Initiative Waidmannslust“ startete eine Bürgerabstimmung. 70 Menschen reichten 40 Vorschläge ein – und mit knappem Vorsprung gewann: Dianaeck. Der Name erinnert an die Dianastraße und den Dianaplatz – und an den alten Kieznamen „Bolzeneck“, denn hier wurde früher gern gebolzt.
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Bist du ein Freund der Jägerei?
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Einmal umdrehen – Blick zur anderen Straßenseite: Dort steht die Erbrecht-Villa, mit Turm, roter Fassade und jagdlichem Motto über der Tür: „Bist du ein Freund der Jägerei, dann Waidmannsheil, bin auch dabei.“
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Erbaut wurde sie 1890 vom Berliner Bierhändler Erich Erbrecht.
Erbrecht belieferte Kreuzberg und bald auch Waidmannslust mit Bier. Seine Spezialitäten? Münchener Augustiner-Bräu, Kulmbacher Export, Pilsener, Dortmunder und Grätzer Bier. Ein echter Bier-Connaisseur.
Auf dem Grundstück errichtete er Pferdeställe, Bierkeller, Eiskeller – alles, was ein Bierlager brauchte. Die Pferde zogen die Bierfässer in speziellen Wagen durch Berlin – eine Art rollender Getränkelieferservice des 19. Jahrhunderts.
Nach seinem Tod führte seine Frau den Betrieb weiter, später zog die Berliner Bürgerbräu AG ein – eine bekannte Marke mit langer Hauptstadttradition.
Die Fässer rollen längst nicht mehr, die Pferde sind Geschichte – aber wer mag, kann hier trotzdem gedanklich anstoßen: Auf Antony, Diana und das Dianaeck!
