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Hubertusbad
Erfrischung pur: Von Blumenanlagen, Badenden und Bootsfahrten
Erfrischung pur: Von Blumenanlagen, Badenden und Bootsfahrten
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Am Fließ wurde einst gebadet
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1891 ließ der Berliner Unternehmer Rudolf Protz hier ein großes Wohnhaus mit Türmchen und Holzveranden errichten. Gleich daneben: eine Badeanstalt – mit getrennten Becken für Damen und Herren, gespeist vom Wasser des nahen Tegeler Fließes.
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Protz war eigentlich Versicherungsmann, mit Toilettenanlagen wurde er aber zum Unternehmer. In Berlin betrieb er rund 20 öffentliche Bedürfnisanstalten – aus Eisen, für Männer und auch für Frauen, was damals eine Seltenheit war. Zehn Prozent seiner Einnahmen gingen an die Stadt, den Rest investierte er – auch hier, in Waidmannslust.
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Hubertusbad als Publikumsmagnet
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Mit Grotten, Birkenlauben, Blumenanlagen und Bootsfahrten lockte sein „Hubertusbad“ Berliner Ausflügler ins Grüne. Dazu ein Eiskeller, eine Würfelbude, eine Kegelbahn, später sogar eine Tanzhalle. Der Name „Hubertusbad“ bezieht sich übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den heiligen Hubertus, den Schutzpatron der Jäger.
Um 1901 übernahm Wirt Robert Junghans das Areal, baute weiter aus und machte das Restaurant zum Publikumsmagneten. Der Badebetrieb? Wurde ihm zu teuer – also Schluss mit Planschen, weiter mit Schnitzel. Bis 1938 der Gastronomiebetrieb ganz eingestellt wurde. Und man hier nur noch wohnte.
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2010 wurden die alten Gebäude abgerissen und durch einen modernen Erweiterungsbau für die Salvator-Schule ersetzt – mit Unterrichtsräumen und Mensa. Doch auch dieser Bau ist inzwischen Geschichte.
Im Zuge umfangreicher Umgestaltungen wird der Schulcampus aktuell völlig neu strukturiert: Bis 2028 sollen eine multifunktionale Doppelsporthalle und ein neues Mensagebäude entstehen.
Vom Hubertusbad ist nichts geblieben außer der Erinnerung an erfrischende Badetage und Boote, die über das Fließ glitten. Heute gleiten hier nur noch Libellen. Das Fließ ist heute Naturschutzgebiet.
