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Jagdschloss Mehlich

Wo einst gejagt wurde – und Tiere mit Stammbaum wohnten

Jagdschloss Mehlich

Wo einst gejagt wurde – und Tiere mit Stammbaum wohnten

Jagdschloss mehlich, "hundevilla", zehntwerderweg 41a
Jagdschloss Mehlich, 2025. (Foto: Werner Schlangen)
025 oben jagdschlossmehlich 1900 kupferstich
Jagdschloss Mehlich, Kupferstich, 1900. (Foto: Museum Reinickendorf)

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Kachelöfen, Turmzimmer, Deckengemälde mit Wild

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Die Villa Mehlig ist ein echtes Statement – von außen wie von innen. Der Berliner Fabrikant Julius Mehlich ließ sich hier 1890 ein großzügiges Jagdschloss errichten – mit Aussichtsturm, Pferdestall, einer Heißluftmaschine zur Wasserversorgung, Speiseaufzug von der Küche in den Salon und gleich zehn (!) Hundezwingern.

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Fun fact

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Das schmiedeeiserne Wasserreservoir im Turm fasste ganze 4.000 Liter. Es versorgte nicht nur das Haus – sondern auch die große Gartenanlage mit Druckwasser.

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Man nannte sie „Hundevilla“

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Mehlich hatte die umliegenden Wälder zur Jagd gepachtet – und züchtete hier Deutsche Vorstehhunde – kräftige, schlaue Jagdgefährten mit Stammbaum und Stil.

Später wechselten die Besitzer – und mit ihnen die Hunderasse: In den 1930er Jahren waren es elegante schottische Terrier, die hier gezüchtet wurden. Über 30 erste Preise soll der damalige Züchter gewonnen haben. Kein Wunder, dass man die Villa bald nur noch „Hundevilla“ nannte.

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Vieles von der Pracht der Gründerzeit ist bis heute erhalten: kunstvolle Stuckdecken mit Jagdmotiven, zwei Majolikaöfen – und seit 1989 auch wieder der rekonstruierte Turmhelm. Nur das Umfeld hat sich verändert: Das Grundstück wurde verkleinert, drum herum viel neu gebaut.

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Heute liegt das Jagdschloss gut versteckt – direkt neben einem Abenteuerspielplatz mit Holz-Schilf und Entennestern. Und gleich hinterm Garten beginnt der Wanderweg durchs Naturschutzgebiet Tegeler Fließ.

Die Jagd ist vorbei. Aber für Entdecker:innen ist dieser Ort ein echter Geheimtipp.

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Mini quiz
Warum hieß die Villa viele Jahre „Hundevilla“?
Weil ein Hund sie erbte
Nein, in Waidmannslust gab’s keine tierischen Grundbuch-Einträge. Soweit wir wissen jedenfalls. Wuff.
Weil hier erst Jagd- und später Rassehunde gezüchtet wurden
1
Richtig. In den 1930er Jahren wurden hier schottische Terrier gezüchtet und in alle Welt verkauft. Das war bekannt in Waidmannslust.
Weil die Klingel wie ein Bellen klang
Nein. Höchstens die Hunde selbst machten Radau, nicht die Klingel.

Der nächste spannende Ort ist gleich um die Ecke

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