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Münchhausen-Schule

Heute Schule – früher auch Kirche, Amt und Feuerwehr

Münchhausen-Schule

Heute Schule – früher auch Kirche, Amt und Feuerwehr

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Münchhausen-Grundschule, 2025. (Foto: JYT)
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Schulgebäude, Frontansicht, 1901. (Foto: Museum Reinickendorf)

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Unterricht in der Lampenfabrik

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Eine eigene Schule? Hatte Waidmannslust zunächst nicht. Aber jede Menge Einfallsreichtum, um trotzdem zu unterrichten: Ab 1891 trafen sich die Kinder in der Kantine der Budweg’schen Lampenfabrik (vgl. Volta-Werke), später zog man in die Mietvilla „Anna“ am Zabel-Krüger-Damm.

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Allrounder von Waidmannslust - alles unter einem Dach

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Erst 1900 bekam der Ort ein richtiges Schulhaus – aus märkischem Backstein, mit Freitreppe, Türmchen und viel Selbstbewusstsein. Am 15. April 1901 zogen die ersten 89 Kinder ein. Zwei Klassenräume, ein Lehrer mit Dienstwohnung – und ein großer Saal, der bis zur Einweihung der Königin-Luise-Kirche 1913 (vgl. Königin-Luise-Kirche) als Gottesdienstraum diente.

Doch Waidmannslust wuchs – und mit ihm der Platzbedarf. Ab 1907 zog nicht nur die Verwaltung ins Schulhaus ein, sondern gleich die halbe Gemeindeorganisation: Meldeamt, Steuerkasse, Standesamt – alles unter einem Dach.

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Fun fact

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Das Schulhaus war einst das Zentrum von fast allem: Unterricht, Feuerwehr, Gemeindebüro – und Bibliothek! Schon 1893 gegründet, brachte es die Volksbibliothek hier auf über 1000 Bücher. Heute würde man sagen: Bildungs-Hotspot mit Full-Service.

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Und es ging weiter: 1910 wurde der Hof bebaut – mit einer Turnhalle, einem Feuerwehrturm und neuen Verwaltungsräumen.

Die Freiwillige Feuerwehr war nun direkt auf dem Schulhof stationiert. Ihr Turm diente nicht nur für Übungen, sondern auch zum Trocknen der Feuerwehrschläuche – das war damals Hightech.

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Insgesamt vereinte das Ensemble jetzt Schule, Sport, Feuerwehr, Verwaltung, Bibliothek – und das alles auf einem Grundstück. Waidmannslust hatte ein multifunktionales Zentrum im Miniaturformat.

1914 zogen Feuerwehr und Amtsverwaltung in den neuen Verwaltungsbau am Oraniendamm um. Die Schule bekam ihre Räume zurück.

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Ein Reh kommt zur Schule

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In den 30ern wurde sie erneut erweitert, 1937 kam der viergeschossige Anbau mit Physikraum, Filmtechnik – und einem kleinen Betonreh am Eingang, geschaffen vom Waidmannsluster Steinmetz Max John nach einem Entwurf von Renée Sintenis. Seit dem schaut es auf Generationen von Schulkindern.

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1971 bekam die Schule ihren heutigen Namen: Münchhausen-Grundschule.
Nach dem berühmten Baron – einem Jäger, Offizier und Geschichtenerzähler mit Hang zur Übertreibung. Passt gut zu einem Haus, das so viele Kapitel in sich trägt.

Heute lernen hier die Klassen 3 bis 6. Die Kleinen starten in der Filiale in der Cité Foch.

Kaum zu glauben, dass hier einmal Schlauchwagen parkten, Gottesdienste stattfanden und wahrscheinlich auch zahlreiche Waidmannsluster Ehen geschlossen wurden – heute ist’s eine Grundschule.

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Mini quiz
Welche besondere „Untermieterin“ hatte die Münchhausen-Schule zeitweise?
Die Freiwillige Feuerwehr
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Richtig! Die Feuerwehr war hier eine Zeit lang im Schulgebäude stationiert.
Ein Kurzfilm-Kino, offen in den Unterrichtspausen
Schön wär’s – aber Popcorn gab’s im Klassenzimmer nicht.
Ein Postamt für die Nachbarschaft
Praktisch, aber Post wurde in Waidmannslust woanders sortiert.

Der nächste spannende Ort ist gleich um die Ecke

017 oben loewenkoepfe jyt 2025 frontalohnezaun Villa Zu Den Löwenköpfen
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