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Villa Zu Den Löwenköpfen

Wo die wilden Löwen wachen

Villa Zu Den Löwenköpfen

Wo die wilden Löwen wachen

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Villa zu den Löwenköpfen, 2025. (Foto: JYT)
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Villa zu den Löwenköpfen, 1910. (Foto: Archiv Klaus Schlickeiser)

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Dieser Zaun macht Eindruck

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Schon der Zaun ist ein Statement: kunstvoll geschmiedet, mit Sternen, Girlanden – und Löwenköpfen. Kein Wunder, dass die heutigen Eigentümer ihr Haus „Villa zu den Löwenköpfen“ nennen. Der Zaun ist denkmalgeschützt – genau wie das Haus dahinter.

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Fun fact

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„Waidmannsheil!“ rufen Jäger im Wald. Vor dieser Villa passt eher: „Gut gebrüllt, Löwe!“. Denn am kunstvollen Zaun zeigen eiserne Löwenköpfe ihre Zähne. Streicheln? Lieber nicht. Denn dieses Haus hat Biss.

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Erbaut wurde es 1908 für Frieda Göricke, laut Grundbuch „Lokomotivführerin“ – vermutlich die Gattin eines Berliner Lokomotivführers. Den Entwurf lieferte der Architekt Max Mader, gebaut wurde ein verputzter Mauerwerksbau mit hohem Sockelgeschoss, hohem sogenannten „geschweiften“ Giebel und einem wuchtigen Säulen-Altan – also einem überdachten Vorbau mit Balkoncharakter.

Die Wirkung: repräsentativ, selbstbewusst, mit einem Hauch Schlösschen. Das war gewollt – und typisch für Waidmannslusts bürgerliche Villenkultur um 1900. Damals entstand hier am Waldrand ein ganz eigener Stil zwischen Naturverbundenheit, Selbstinszenierung und Berliner Rückzugsidylle.

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"Waidmannsluster Schlösschen"

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Das Denkmalamt nennt das Haus ein „originelles Beispiel bürgerlichen Bedürfnisses nach aufdringlicher Repräsentation“ – und sieht gerade darin seinen besonderen Wert. Das Ensemble aus Haus, Zaun und Vorgarten gilt heute aus ortsbildprägenden Gründen als schützenswert.

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1998 wurde das Haus als „Waidmannsluster Schlösschen“ verkauft – und anschließend von den neuen Eigentümern liebevoll saniert. Für die denkmalgerechte Restaurierung gab es im Jahr 2000 sogar den Bauherrenpreis Reinickendorf.

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Mini quiz
Was ist ein Altan?
Ein Turmzimmer mit Aussichtsplattform
Nah dran, aber falsch. Ein Altan hängt außen dran, er sitzt nicht oben drauf.
Ein Balkon auf Stützen oder Säulen
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Richtig. Der Altan ist ein offener Balkon ohne Überdachung mit repräsentativem Charakter – meist mit Säulen, Balustraden oder Giebeln. Hier: prominent über dem Eingang der Villa platziert.
Ein seltener Hirsch in den Wäldern von Waidmannslust
Nein. Der röhrt höchstens im Märchen, nicht im Architekturlexikon.

Der nächste spannende Ort ist gleich um die Ecke

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