4
Wohnhaus Bondick
Dreifach klein, dreifach clever – das zweite Zuhause des Stadtteilgründers
Dreifach klein, dreifach clever – das zweite Zuhause des Stadtteilgründers
heading
heading
heading
heading
Hier wohnte einst Ernst Bondick
heading
text
Dieses Haus ist ein echtes Waidmannslust-Original. Ernst Bondick, Gründer des Ortsteils (vgl. Restaurant Waidmannslust), ließ es errichten. Kaum hatte er seinem neuen Ortsteil einen Namen, ein Restaurant und sogar einen Bahnhof verpasst (siehe Restaurant Waidmannslust und S-Bahnhof Waidmannslust), baute er sich 1885 – mit 49 Jahren – dieses Häuschen. Warum? Weil man als Gründer eben auch wohnen muss. Und am besten dort, wo man Geschichte schreibt.
In den Akten wird er zu dieser Zeit als „Rentier“ geführt – was nicht bedeutet, dass er in der Hängematte lag. Im Gegenteil: Ein „Rentier“ war damals jemand, der von seinen Einkünften lebte, ohne einen festen Beruf auszuüben. Bei Bondick bedeutete das: Ex-Förster mit Immobilienvisionen und ordentlich Tatendrang.
text
text
text
text
heading
heading
heading
heading
Pragmatisch und vorausschauend
heading
text
Sein eingeschossiges Wohnhaus ist ein architektonisches Understatement mit Cleverness-Faktor: Drei Wohnungen auf Mini-Grundfläche – zwei unten, eine unterm Dach. Heute würde man sagen: Mikroapartments mit Gründergeist.
Gebaut wurde es übrigens vom Lübarser Unternehmer Carl Sott (falls mal jemand fragt), genehmigt wurde es in Rekordzeit. Typisch Bondick eben: pragmatisch, vorausschauend – und ein bisschen revolutionär.
text
text
text
text
funfact
funfact
funfact
funfact
funfact
heading
heading
heading
heading
Bauherrenpreis 2014
heading
text
Später gehörte das Haus u.a. dem Oberpostassistenten Hesse und Juwelier Quitzow, der dem Balkon ein stabiles Upgrade verpasste. 1940 kam ein Luftschutzkeller dazu, dann viele Jahre nichts – außer Verfall.
Doch das Häuschen war zu gut um zu gehen: 2011/12 wurde es mit Fingerspitzengefühl restauriert, auf der Rückseite mit einem Büroanbau ergänzt.
2014 gab’s dafür den Bauherrenpreis des Bezirks. Bondick hätte zufrieden genickt.
